Ausgebucht! Neurodiversität und Neurodivergenz - wie normal ist besonders? (4 Ustd)

18.11.26, 18:30 - 18.11.26, 21:30

  • Fachfortbildungen Fort- und Weiterbildung

Familienbildung Werkstatt Friedenserziehung, Dyroffstr. 2, 53113 Bonn 

Mi, 18.11.2026, 18.30–21.30 Uhr

Neurodiversität und Neurodivergenz – wie normal ist besonders? (4 Ustd) 

Wir sind in derselben Situation, wir teilen in diesem Moment ein gemeinsames Setting – und dennoch erleben wir unterschiedliche Eindrücke. So ähnlich wir uns häufig sind, so verschieden sind wir doch und das nicht nur, weil wir unterschiedlicher Herkunft mit unterschiedlichen Einflüssen sind.

Unsere Gehirne verarbeiten Eindrücke, Anforderungen und Sinneswahrnehmungen so individuell, wie wir uns durch unsere Fingerabdrücke unterscheiden. Wir sind neurodivers. Dennoch gelingt es der Mehrheit in einer Bevölkerung(sgruppe), ein gemeinsames, ausgehandeltes Schema von Normalität und angemessenen Verhaltensmustern zu teilen. Es fällt uns auf, wenn es einem Menschen nicht gelingt, sich diesen Anforderungen in sozialen Kontexten und bei der Bewältigung von alltäglichen Herausforderungen anzupassen.

„Jetzt haben auf einmal alle ADHS…“ – „Autismus – das hat doch im Moment jeder!“ – „Also das kenne ich aber auch bei mir.“ – „Das ist doch eine Modediagnose.“

In Social Media, in gesellschaftlichen Debatten und in vielen Gesprächen tauchen immer mehr klinische Diagnosen als allgemeingültige Begrifflichkeiten auf. Informationen und Fehlinformationen verbreiten sich schneller und auf unterschiedlichsten Kanälen. Die Schwierigkeiten, Falsches von Richtigem zu unterscheiden ist eine Herausforderung, die auch Gespräche in pädagogischen Zusammenhängen und den Umgang mit der Vielfalt von Menschen verstärkt beeinflusst.

Doch was bedeutet neurodivers, neurodivergent, neurotypisch eigentlich? Und welche Auswirkungen kann es haben, wenn ein Mensch in das autistische Spektrum eingeordnet wird, mit AD(H)S diagnostiziert wurde oder sogenannte Teilleistungsstörungen wie Lese-Rechtschreibstörung oder Dyskalkulie das Leben beeinflussen? Wie kann sich Hochsensibilität oder Hochbegabung auswirken? Ab wann sprechen wir von Neurodivergenz und was, wenn ich davon ausgehe, dass auch neurodivergent sein eigentlich ganz normal ist? Welche Schwierigkeiten begleiten den Alltag betroffener Menschen, die durch eine Verallgemeinerung klinischer Symptome entstehen? 

Die Teilnehmer:innen sollen die Möglichkeit haben, offen zu diskutieren, ihre persönlichen Eindrücke mit Fachwissen abzugleichen und ihre Sensibilität im Umgang mit der Thematik zu erhöhen. 

Neurodiversität und Neurodivergenz – wie normal ist besonders? (4 Ustd) 
Mittwoch, 18.11.2026, 18.30-21.30 Uhr 
Leitung: Sandra Gothsch, Diplomheilpädagogin, Autismustherapeutin, Dozentin für Tri.A.S. (Trier Aggressionsbehandlungs- und Sicherheitsprogramm), Marte Meo-Practitioner und Therapist, Marte Meo-Colleague Trainer (i.A.u.S.)
Teiln.-Beitrag: 12,00 € 
Ort: Familienbildung Werkstatt Friedenserziehung, Dyroffstr. 2, 53113 Bonn 

Anmeldung: Kindertagespflege@werkstatt-friedenserziehung.de